Immer wieder ein Thema!

In der letzten Zeit telefoniere ich mit den unterschiedlichsten Kunden. Mittelstand, DAX, kleine Start-ups. Und immer wieder begegnet mir ein Thema. Ich dachte, heute poste ich es einmal! Was mich in diesen Zeiten immer brennend interessiert ist, wie der Vertrieb momentan mit den jeweiligen Kunden in Kontakt tritt? Irgendwie klar, wenn man als Vertriebstrainer durch die Lande reist. Gut, reisen war früher! 😉

Heute treibe ich mich in Online-Meetings und virtuellen Trainings herum

Der Druck auf die Vertriebsteams steigt momentan erheblich. Die Bestandskundenpflege wird wieder interessanter und die Bemühungen um Projekte & Kunden nehmen zu. Wenn es um die finalen Details geht, dann trifft man sich in Video Calls, um die Angebote & Verträge zu closen. Bei größeren Summen möchte man sich dann doch noch in die Augen schauen! Diese Vorgehensweise ist in heutigen Zeiten auch keine technische Herausforderung mehr! Schnell und unkompliziert sind alle eingeladen und am virtuellen Tisch. Umso mehr verwunderter bin ich dann, wenn ich von gar nicht so wenigen Unternehmen erfahre, dass „die Krise in der Krise“ begonnen hat.

In einigen Unternehmen dauert diese Krise schon Wochen!

Spaßeshalber habe ich diese Krise die „interne Tool-Krise“ getauft. Einige Vertriebsleiter sind da weniger charmant und nennen es „den Auftragskiller“! In diesen Unternehmen schlägt sich der Vertrieb mit der internen IT herum, da kein Tool gefunden wird, dass beide Seiten zufriedenstellt. Oder die IT Restriktionen lassen den Einsatz nicht zu. Und so geht Woche um Woche in das Land!

Not macht bekanntlich erfinderisch! Die hart gesottenen Vertriebler greifen dann zum privaten Handy und halten „WhatsApp-Calls“ mit den Kunden ab. Gleiches ist mir vor der Krise auch in einer Klinik untergekommen. Hier wurden schnell nachts die Bettenverfügbarkeit zwischen einer Akutklinik und einer Uniklinik geklärt. Und ein Foto der Patientenakte ging dann auch noch über den WhatsApp-Chat. Den Chat nutzten zwei Oberärzte! Wenn Menschen keine offiziellen Möglichkeiten haben und es schnell gehen muss, dann werden eben Wege gesucht. Und das, was man eigentlich zu verhindern suchte, das wird so umgangen.

Ich muss in diesem Post eine Lanze für meine Vertriebskollegen brechen!

Wenn die Kommunikationsmöglichkeiten des Vertriebs schon eingeschränkt sind, Umsätze gemacht werden müssen, dann müssen auch alle an einen Tisch, um schnelle Lösungen zu finden. Eventuell sind es dann auch Entscheidungen, die nicht alle sofort zufriedenstellen. Jedoch wochenlang um das richtige Tool zu streiten, das ist aus meiner Sicht definitiv keine Lösung.