Lernkultur

Der Vertrieb ist der wunderbarste Job der Welt! Das ist zumindest meine Meinung! Und Vertrieb zu beherrschen ist eine Kunst und hilft in so vielen Lebenslagen. Damit auch deine Kundentermine ein voller Erfolg werden, hier meine 5 Tipps für dich!

1. Achte auf deine Kommunikation

Viele Verkäufer haben die Unart, dem Kunden das Verständnis der eigenen Produkte oder Dienstleistung wirklich schwer zu machen. Im eigenen Unternehmen werden lustige Kürzel für die Produkte und Dienstleistungen genutzt oder das Marketing hat die Dienstleistung oder Produkte mit wohlklingenden Superlativen versehen. Du stehst nun aber nicht in einem Termin in deinem eigenen Unternehmen. Und das ist eben der Unterschied! Du bist Gast in einer anderen Firma und dein Business ist nicht das Kernbusiness dieses Kunden. Also transformiere deine Kommunikation und Produktvorführung in das Wording deines Kunden. Schließlich soll dieser Kunde von deinem Produkt/ deiner Dienstleistung begeistert sein, denn er investiert am Ende in dich und deine Lösung oder dein Produkt.

2. Fokussiere dich auf die Bedürfnisse deines Kunden

Ein gesundes Ego ist eine wunderbare Gabe! Nur manchen Verkäufern steht dieses gesunde Ego eben auch einmal im Weg. Im Kundengespräch darf man das Ego ruhig im Koffer lassen. Hier geht es um die Bedürfnisse und Antworten deines Kunden. Dampfplauderer braucht niemand! Und ganz nebenbei, wer die ganze Zeit selbst redet, der erfährt auch nichts! Weniger ist eben doch mehr!

3. Sei vorbereitet und kenne deinen Kunden

Nichts ist schlimmer als ein Verkäufer, der sein eigenes Portfolio nicht kennt. Deshalb müssen deine Produkte und Dienstleistungen wirklich sitzen. Wenn der Kunde dir die Verwendung deiner Produkte und Dienstleistungen erklären muss, dann ist das ein Desaster. Der Kunde möchte von dir eine Lösung für seine Herausforderung erhalten. Also kenne dein Angebot und wisse, wofür es der Kunde in seinem Business verwenden kann.

4. Kenne dein Portfolio

Es ist ja schön, wenn du seit Jahren in der gleichen Branche Kunden gewinnst. Trotzdem ist es ratsam, in dem Termin mit diesem Neukunden in dieser dir bekannten Branche vorbereitet zu sein. Es ist nicht nur die Branche, es sind auch die Ansprechpartner und ihre Funktionen. Schaue dir im Vorfeld zu deinem Gespräch die Website und die aktuellen Unternehmensnews an. Kennst du ggf. auch die Hobbys deiner Ansprechpartner für einen gelungenen Small Talk? Und wenn du Informationen über die verwendeten Systeme des Unternehmens brauchst, dann lohnt sich ein Blick in die Stellenanzeigen der IT.

5. Sei flexibel in Handlungen und Aktionen

Nicht alles ist planbar und vorhersehbar. Umso wichtiger ist es, dass du flexibel bleibst in deinen Aktionen und Handlungen ei deinen Kunden. Flexibel bedeutet in diesem Falle nicht, dass deine Flexibilität lediglich darin besteht, großzügig Preisnachlässe zu gewähren. Flexibilität bedeutet in diesem Falle auf die Bedürfnisse deines Kunden flexibel eingehen zu können. Wenn dieser Kunde eine Finanzierung braucht, dann kann man darüber nachdenken. Braucht er eine schnellere Lieferung, dann findet gemeinsam eine Lösung dafür. Er möchte ein anderes Produkt oder eine andere Dienstleistung als die vorab geplante Dienstleistung von dir. Warum nicht? Es geht hier nicht um dich, es geht um diesen Kunden und seine Bedürfnisse.

Wenn du diese 5 Tipps beherzigst, dann werden viele deiner Verkaufsgespräche von Anfang an besser laufen. Es sind die Basics und mehr geht immer!

Du hast noch ergänzende Tipps! Dann schreibe mir oder lasse einen Kommentar da!

Lernen aus der Vergangenheit

Im Vertrieb gibt es einen geflügelten Spruch: „Was zählen meine Erfolge der Vergangenheit!“ Und an diesem Spruch ist etwas dran. Wer erinnert sich heute noch an den Weltmarktführer Nokia? Viel zu lange hat sich die Führung von Nokia auf den Erfolgen der Vergangenheit ausgeruht. Dann kamen Apple und das iPhone. Und der Niedergang des Weltmarktführers war nicht mehr aufzuhalten. Was sich hier sehr schön zeigt, die Erfolge der Vergangenheit sind keine Sicherheit für den Erfolg in der Zukunft. Innovation hingegen schon!

Doch wie entstehen diese Innovationen?

Auch hier hilft dem Ratsuchenden der Blick in die Vergangenheit! Eine Erfolgsformel scheinen Experimente, neue Denkansätze und das Brechen mit vorhandenen Denkweisen zu sein. Und gerade diese Ansätze bereitet vielen Menschen Unbehagen. Für neue Wege, Ansätze und Experimente gibt es keine Erfahrungswerte. Deshalb müssen wir ja ausprobieren – und mit hoher Wahrscheinlichkeit werden wir dann eben auch scheitern. Es wäre vermessen anzunehmen, dass die ersten Gehversuche direkt zum Ziel führen oder die angestrebte Lösung sofort ermöglichen. Neues Wissen entsteht durch Lernerfahrungen und durch Ergebnisse von durchgeführten Experimenten. Gescheitert ist man nur dann, wenn man die neuen Wege erst gar nicht beschreitet. Wer experimentiert, der lernt hinzu. Er findet neue Wege und bestenfalls irgendwann dann auch eine Lösung für seine Herausforderung.  Der alte Edison hat diesen Prozess treffend im unteren Zitat beschrieben.

„Ich habe nicht versagt! Ich habe nur 10.000 Wege gefunden, die nicht funktionieren.“

Selbst die alten Ägypter bauten nicht ohne Experimente die perfekte Pyramide. Die erste „richtige“ Pyramide war die Stufenpyramide von Sakkara. Etwa 2680 vor Christus errichtete sie der Baumeister Imhotep für Pharao Djoser. Imhoteps Erkenntnisse wurden zum Maßstab für die nachfolgenden Bauten. So öffnet sich der Ausgang aller ägyptischen Pyramiden in Richtung der Nord-Süd-Achse.

Was sich bei all dieses Beispiel als scheinbares Erfolgsmodell herauskristallisiert, lässt sich auf einige einfache Schritte reduzieren:

Versuchen– Scheitern – Lernen – Versuchen – Scheitern – Lernen – Erfolg.

Obwohl wir heutzutage die Erkenntnisse aus der Vergangenheit verfügbar haben, tun wir uns dennoch schwer, diese neuen Wege zu beschreiten.

  • Wir feiern Gewinner, hinterfragen jedoch nicht den Weg dorthin.
  • Wir bewahren und optimieren alte Geschäftsfelder, obwohl wir wissen, dass diese Geschäftsfelder endlich sind.
  • Viele Manager verbringen 80 Prozent der Zeit in Kerngeschäften, obwohl diese Zeit in Innovationen besser investiert wäre.
Doch eigentlich sollten wir es doch besser wissen! 
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