COVID 19

Die Krise als Chance!

Ich könnte jetzt wie viele Vertriebstrainer diesen Post mit dem Satz beginnen „Die Krise als Chance!“ Das würde man vermutlich von meinem Berufszweig  erwarten. Ich habe mich allerdings dagegen entschieden! Ich setze meinen Schwerpunkt in diesem Post auf das Thema „Fokus“ und wie ich mich selbst wieder „fokussiert“ habe. Also ein eher persönlicher Post und eben aus dem „real Leif“. Man möge mir dieses kleine Wortspiel mit meinem Vornamen verzeihen.

Was ist Fokus?

Fokussieren bedeutet mehr, als sich nur auf Dinge zu konzentrieren. Unsere Aufmerksamkeit und unser Fokus steuern die Qualität unseres Lebens. Aufmerksamkeit und Fokus sind bildlich gesprochen unser Kapitän und Steuermann des Lebens. Und diese beiden Schlingel sorgen auch dafür, wie wir unser Leben selbst erleben! Leider (ver) schenken wir allzu häufig unsere Aufmerksamkeit an die negativen Dinge in unserem Umfeld. Gut, es gibt Branchen, die verdienen mit negativen Nachrichten ihr Geld. Und umso negativer die Situation ist, desto besser ist die Auflage. Jedoch sind wir eben nicht alle „Krisenreporter“! Die meisten von uns sind nicht in dieser Branche tätig. Dummerweise neigt der Mensch dazu, in Krisenzeiten zu einem willigen Krisenkonsumenten zu werden. Ich kann mich davon nicht freisprechen. In diese Falle bin ich auch getappt!
 
Momentan ist es verdammt leicht, den Fokus zu verlieren. Sich in eine Krise hineintreiben zu lassen. Schaltet man das TV an, dann kann man sich an nur einem Abend perfekt runterziehen lassen! Eine Sondersendung jagt die nächste! Alle Sendungen haben nur ein Thema „Krise, Krise, Krise“ und „Wie schlimm kann diese Krise noch werden?“ Wer danach noch durch die sozialen Medien surft, der verliert den letzten Rest positiver Energie! Doch wem hilft dieser Zustand?
 
Schafft man es hingegen den Fokus anders ausrichten, dann ändern sich zwar nicht die Umstände, jedoch wird das Erleben dieser Zeit anders. Die Wahrnehmung einer Krise beginnt zuerst einmal im Kopf! Und zwar im eigenen Kopf! Jeder entscheidet selbst, welche Nahrung er seinem Hirn zuführt. Ich habe mich irgendwann gegen „bad news“ entschieden.

Mein Sabbatical

Ich selbst habe in den Anfängen von COVID 19 beschlossen, ein Mediensabbatical einzulegen. Ich merkte mit der Zeit, dass mir der mediale Corona- Overload nicht guttut. Es fiel mir immer schwerer, mit Neukunden in ein Gespräch einzutreten. Ich war nicht bei der Sache und fahrig. Dieser radikale Schnitt war das Beste, was ich mir selbst verordnen konnte. Mein Fokus kehrte langsam zurück und ich wurde wieder handlungsfähig. Ich hatte wieder Kontrolle über mein Handeln. Wie habe  ich das gemacht?

Hier meine persönlichen Top 3 Kriseninterventionen!

Aufmerksamkeit, Aufgaben & besondere Momente

Wie oben angedeutet, habe ich aktiv begonnen, wieder zu entscheiden, welche Dinge in mein Hirn kommen. Ich habe meinem Kopf neue Aufgaben gegeben und somit den Fokus auf die Dinge verändert. Ich habe verstärkt darauf geachtet, welchen Momenten und Menschen, Aufgaben und Dingen ich Aufmerksamkeit schenke. In den negativen Situationen habe ich mich darauf konzentriert, in einen „Problemlösungsmodus“ zu kommen. Als es mir an einem Tag gar nicht gelingen wollte, habe ich die Arbeit niedergelegt und bin mit meinen Kindern zum Drachensteigen gegangen. Der Lenkdrachen hat uns als Familie erst einmal alles abverlangt, da wir es alle noch nie gemacht hatten. Das Ding in die Luft zu bekommen war schon ein Akt, es dann in der Luft zu halten, warnoch mal eine andere Nummer.
Wozu es dann aber geführt hat? Es hat mein Hirn abgelenkt und am nächsten Tag konnte ich wieder frisch durchstarten. Manchmal braucht es solch einen Auszeit. Bewusste Momente, einfache Tätigkeiten, Hirn abschalten, andere Dinge tun. Das macht dann den feinen Unterschied zwischen „funktionieren“ oder eben mit Leidenschaft wieder Kunden gewinnen. Der Fokus lässt sich steuern. Und positiv besetzte Situationen holen Dich aus dunklen Löchern schneller wieder raus. Manchmal darf man sich ruhig selbst mal manipulieren!

UMFELD & MENSCHEN

Wie im ersten Absatz beschrieben, ist es verdammt schwer, den Fokus zu halten, wenn scheinbar die halbe Welt im Krisenmodus ist. Deswegen auch mein mediales Sabbatical. Früher hatte ich einen Kollegen, der es innerhalb von Minuten schaffte, mein ganzes Sales Team zu demotivieren. Alles nur, weil er selbst mit seiner beruflichen Situation unglücklich war. Also sollte sein Umfeld gefälligst auch leiden! Wenn man Ziele hat und seine Motivation behalten möchte, dann ist es wirklich entscheidend, mit welchen Menschen man sich umgibt. In meinen früheren Krisenzeiten tat ich gut daran, mich von Aufläufen in der Kaffeeküchen fernzuhalten. Es gibt dort lustigerweise immer mindestens eine Person, die gerade im Krisenmodus ist. Heute ist es einfach! Wenn ich heute an die Kaffeemaschine gehe, dann ist da nur meine „Ehefrau“. Das kann auch Krisen auslösen, gehört aber nicht in diesen Post.

DIE RICHTIGEN FRAGE & DEIN WERKZEUGKOFFER

Ich kenne niemanden, der nicht irgendwann im Leben mindestens eine Krise zu lösen hatte. Am meisten gelernt habe ich persönlich immer in meinen Krisenzeiten! Und jede Krise hat mich neue Dinge lernen lassen. Nicht das ich mir das so ausgesucht hätte. Die jeweilige Situation hat mir die neuen Dinge einfach abverlangt. Und meist hatte ich nötigen Ressourcen am Anfang der jeweiligen Situation eben nicht im Werkzeugkoffer. Insofern sind Krisen wunderbare Chancen, um neue Dinge zu erlernen. In den jeweiligen Krisen hatte ich nicht „immer“ diese „Wachstumseinsicht.“ Es hat mich eher genervt. So war das mit Covid-19 nun auch wieder. Aktuell habe ich meine innere „Covid-Mitte“ wiedergefunden.

Früher habe mir immer diese „Warum-Fragen“ gestellt!

  • Warum ich?

  • Warum jetzt?

  • Warum passiert das wieder mir?

  • Warum kann es nicht einfach mal leicht sein?

Das Ärgerliche an diesen „Warum-Fragen“ ist, dass man irgendwie keine befriedigenden Antworten darauf findet. Diese Fragen kann man sich also getrost sparen. Sie führen zu gar nichts. Heute habe ich meine „fantastic four questions for crises“ im Werkzeugkoffer!

  • Was kann ich tun?

  • Womit fange ich an?

  • Was brauche ich dafür?

  • Wer kann mir helfen?

Mit diesen vier Fragen bin ich in den letzten Krisen und bei COVID gut gefahren. Deshalb gebe ich diese vier Fragen auch gerne weiter.

Fazit:

Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, wie er eine Krise erleben möchte. Jedoch bin ich felsenfest davon überzeugt, dass Fokus und Aufmerksamkeit auf die möglichen und nächsten Schritte ein guter Weg aus einer Krise sein können.  

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Hiobsbotschaften überall und die Zahlen steigen

Momentan vergeht kein Tag ohne neue Hiobsbotschaften zum Thema Corona Virus. Die Zahlen der Infizierten steigen täglich, die Anzahl der betroffenen Bundesländer auch. Nun hat das Virus also auch die Börse erreicht! Die Werte gehen nach unten. Wieder Opium für das Volk! Weitere Horrormeldungen schüren die Verarmungsängste der Exportnation Deutschland!

Die aktuelle Situation könnte ein Treiber sein!

Ich möchte mich mit diesem Post nicht an der aktuellen Panikmache beteiligen. Ich möchte lieber andere Faktoren der aktuellen Situation beleuchten. Nüchtern betrachtet könnte das Coronavirus nämlich ein Treiber der Digitalisierung werden. Wir alle erinnern uns sicherlich noch an Greta Thunberg und die „Fridays for Future Aktivisten“. Unter anderem gab es den Aufruf der Aktivisten, dass die Anzahl der Flugbewegungen drastisch abnehmen müsse. Ein Sturm der Entrüstung ging durch den Blätterwald! Die Sorge, dass mit solchen Parolen unsere Wirtschaft lahmgelegt werden könnte, war enorm.
 
Große Unternehmen mit weniger Businessflügen! Bisher undenkbar!
 

Dann kam das Coronavirus! Und Corona scheint momentan das zu schaffen, was die „Fridays for Future Aktivisten“ mit ihren Parolen nicht schafften und vermutlich auch nicht in den kühnsten Träumen zu visualisieren wagten. Der Flugverkehr und die Langstreckenflüge nach Asien oder in andere betroffene Regionen hat sich drastisch reduziert. Lufthansa, Air France, EasyJet und Air Asia fangen an Flüge zu streichen. Es geht darum die die Kosten zu senken. Erste Unternehmen geben bekannt, erst einmal nicht mehr nach Italien oder nach Asien fliegen zu wollen.

Was zeigt die aktuelle Entwicklung?

Es zeigt wieder einmal, dass Menschen sich anpassen können. Wenn sie es denn müssen! Und ich bin sicher, dass die betroffenen Unternehmen nun andere Wege gefunden haben, um mit ihren Geschäftspartnern in den betroffenen Ländern weiter in Kontakt zu bleiben. Und genau hier kommt die Digitalisierung ins Spiel. Corona könnte also indirekt ein Treiber der Digitalisierung werden!

Videokonferenzen als Alternative zum Flug?

Nehmen wir doch einmal an, dass einige Unternehmen nun feststellen, dass mit Video Konferenz Systemen auch eine Menge digital abzuarbeiten ist. Und das es trotzdem funktioniert! Wenn sich diese Erkenntnisse bei Unternehmen langfristig durchsetzen, dann könnte es also durchaus zu einer Reduzierung von Business Flügen kommen. Und aus der Vertriebsbrille betrachtet, ist das Coronavirus ein Absatzbeschleuniger für eben diese Unternehmen, die Videokonferenz Systeme anbieten. Wäre ich jetzt Anbieter von Videokonferenz Systemen, dann würde ich gerade jetzt meine Vertriebsmitarbeiter aktivieren. Gleiches gilt für die Unternehmen, die digitale Signaturen anbieten. Da Verträge nun häufiger digital unterzeichnet werden müssen, dürften auch diese Unternehmen von der aktuellen Situation profitieren.

Warum des Ausbau der Telemedizin wichtig ist!

Schauen wir doch einmal auf den Bereich der Telemedizin. Ein Bereich, dem starke Wachstumsraten von Analysten prognostiziert werden. Und wenn wir auf das aktuelle Coronaszenario schauen, dann glaube ich das sofort. In diesen Momenten zeigen sich die Vorteile der Telemedizin sehr deutlich. Einige Kliniken und Praxen werden geradezu überrannt von Patienten, die in Sorge sind, dass die „laufende Nase“ vielleicht die ersten Anzeichen von Corona sind. Durch die Ansammlung dieser Vielzahl an Menschen an einem Ort wird eine Ansteckungsgefahr nicht gerade eingedämmt. Und eine Reduzierung der Ansteckungsgefahr für die Ärzte ist so auch nicht gegeben. Das ließe sich smarter organisieren.

Die Panikmache der Medien trägt jedoch auch andere seltsame Früchte!

Hier eine aktuelle Story aus meinem Heimatort!

Sehr analog und sehr alarmierend! Am Wochenende ging ich seit Langem wieder einmal durch unser kleines beschauliches Städtchen. Unter anderem kam ich auch bei einer unserer hoch frequentierten Arztpraxen vorbei. An der Eingangstür ist aktuell ein analoger Ausdruck zu finden, wie sich die Patienten aktuell verhalten sollen. Bis dato war es immer so, dass die Patienten in den frühen Morgenstunden dicht an dicht gedrängt im Eingangsbereich aneinander standen. Jeder wollte schnell Einlass erhalten und brav die Krankenkarte am Tresen abgeben. Danach auf den Aufruf im Wartezimmer warten und vom Doktor untersucht werden. So in etwa war das Prozedere! Dies versucht man nun anders zu organisieren.

Jetzt ist auf dem Ausdruck zu lesen, dass die Patienten, die ein Rezept brauchen, bitte zukünftig am Fenster im Eingangsbereich klopfen sollen. Sie erhalten dann durch das Fenster das gewünschte Rezept. Das ist neu! Erkrankte Patienten sollen nun vorher bitte unbedingt anrufen, um dann einen verbindlichen Termin zu erhalten. Die Patienten, die dann doch einfach so gekommen sind, mögen sich bitte immer in einem Abstand von einem Meter zum Vordermann aufstellen. Und bei Schnupfen gilt es in die Armbeuge zu niesen. Auf keinen Fall mögen sie bitte das Praxis Personal direkt anniesen! Man versucht also, den Körperkontakt und den Kontakt mit dem Praxispersonal weitestgehend zu begrenzen. Bei dem Hinweis, dass Praxis Personal bitte nicht aktiv anzuniesen, musste ich schon etwas schmunzeln. Als wenn das jemand macht!

Die Telemedizin könnte so vieles einfacher machen!

Wie viel einfacher wäre das nun alles, wenn wir die Telemedizin schon etabliert hätten. Ein einfacher Videochat würde den Patienten Klarheit bringen. Die Infektionsgefahr durch Ansteckungen in der Warteschlange wären auch drastisch reduziert und die Ärzte und das Praxispersonal müssten sich eben auch keine Sorgen bezüglich einer Infizierung machen.

Auch hier ist zu sagen, dass die digitalen Lösungen bereits alle da sind. Sie müssen nicht erst entwickelt werden! Wir können die vorhandenen Lösungen nutzen. Wir müssen es eben nur wollen und das Geld dafür in die Hand nehmen. Ich sage nicht, dass wir dadurch eine Verbreitung von Infizierungen vollständig verhindern können. Jedoch würden wir zu mindestens einige Faktoren der Ansteckungsgefahr eindämmen können und es würde in einigen Bereichen zu Entspannungen führen.

Homeoffice

Gleiches gilt übrigens für die Arbeit im Homeoffice. Die Unternehmen, die bereits betroffen sind, haben in den ersten Tagen die Standorte geschlossen. Es galt weiteren Ansteckungen vorzubeugen. Dies ist jedoch kein Vorgehen von Dauer und keine praktikable Lösung. Auch hier sind digitale Lösungen eine Möglichkeit den Betrieb aufrecht zu erhalten. Mitarbeiter können in vielen Fällen aus dem Homeoffice heraus arbeiten. Und das Internet macht es möglich, dass die Kommunikation untereinander trotzdem gewährleistet ist. Auch das erleben wir in dieser Situation gerade.

Epidemien sind auf dem Vormarsch

Wenn man den Studien der WHO glauben darf, dann sind Epidemien auf dem Vormarsch. Wir können uns wie die Deutsche Bahn verhalten und uns jedes Jahr erneut vom Wintereinbruch überraschen lassen. Oder wir fangen eben an, die Digitalisierung in den relevanten Bereichen voranzutreiben und auszubauen. All diese Bemühungen könnten dazu beitragen, dass wir in zukünftigen Situationen besser gerüstet sind. Das Coronavirus zeigt anschaulich, dass die Digitalisierung gerade in solchen Fällen eine echte Unterstützung und Chance wäre. Nutzen wir doch einfach unsere Ressourcen und treiben die technischen Möglichkeiten voran. Es ist alles da, um zukünftige Fällen „smarter“ begegnen zu können.

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Ein etwas anderer Anruf!

Mein Freund und Kunde Claus Michael Sattler hat mich vor einigen Tagen zu dem Thema „Vertrieb & Corona“ angerufen. Normalerweise sind das immer sehr kontroverse Gespräche, da Claus Sattler und ich in der Vergangenheit immer unterschiedlicher Meinung waren. Das mag daran liegen, das wir aus ganz unterschiedlichen Perspektiven auf Unternehmen und die Menschen in den Unternehmen schauen. Im Thema „Corona & Vertrieb“ haben wir erstmalig einen Konsens finden können. 

An besagten Tag kam Claus um die Ecke und fragte mich: „Stell dir vor, es ist Corona und keiner geht hin!“

Und keiner geht hin?

Ich fragte ihn: „Wie, keiner geht hin? “  Mein Interesse hatte er definitiv schon einmal geweckt mit dieser Einleitung! Jetzt war ich gespannt, wie es weiter geht. So viel sei schon einmal verraten, Claus und ich sind beide der Meinung, dass in dieser Pandemie wirklich sehr viele Chancen stecken. Auch und gerade für den Vertrieb! Den kompletten Artikel von Claus Sattler gibt es bei openPR. Klicke einfach auf das Bild!

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